Schlagwort: Antisemitismus

  • Die Deutsche Linke der Postkolonialismus und der Judenhass

    Die Deutsche Linke der Postkolonialismus und der Judenhass

    Donnerstag, 06.06.2023, 19:00 Uhr, Cafe Median (Niklotstraße 5/6, Rostock)

    Judenhass und linke Politik sind in ihrer Geschichte nie Gegensätze gewesen. Revolutionär:innen und Reformer:innen verklärten schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert antisemitische Pogrome zum Widerstand. In der bundesdeutschen Linken wird die antisemitische Tradition weitergetragen und von einigen gar zu einem mörderischen Judenhass zugespitzt, die DDR versteht sich als unschuldig, beteiligt sich aber gleichzeitig an antisemitischen Kampagnen des Ostblocks und betreibt selbst eine antisemitisch eingefärbte Politik gegen Israel. Bis heute beteiligen sich antirassistische Aktivist:innen aktiv am Ausschluss von Israelis und Jüdinnen:Juden aus der Öffentlichkeit. Der in der aktuellen Linken weit verbreitete Postkolonialismus bietet ebenso eine offene Flanke zum Antisemitismus, wie nicht zuletzt nach dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 offenbar geworden ist.

    In einem moderieren Gespräch wird der Historiker Sebastian Voigt die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Geschichte und schließlich auch die Gegenwart des linken Antisemitismus in Deutschland eingehend beleuchten.

    Das Gespräch führt der Rostocker Historiker David Jünger.

    Gefördert von der Amadeu Antonio Stiftung

  • Gedenkstättenfahrt 2024

    Gedenkstättenfahrt 2024

    „Nie wieder“ – ist jetzt! Antisemitismus, Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und rechtsextremistische Einstellungen sind in der deutschen Gesellschaft bis weit in die Mitte verbreitet. In Zeiten wie diesen, 70 Jahre nach der Shoah, dem größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, ist es von immenser Bedeutung sich mit der Entstehung von Faschismus, den historischen Ursprüngen von Antisemitismus und Kontinuitäten sowie deutscher Erinnerungspolitik zu beschäftigen, um die das „Nie wieder“ in die politische Praxis übersetzen und aktiv verteidigen zu können.

    Mit diesen und weiteren Themenkomplexen wollen wir uns während unser Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim und Kraków vom 03. – 09. April 2024 auseinandersetzen. Programmpunkte sind unter anderem Besuche der Gedenkstätte Auschwitz und die Teilnahme an erinnerungspolitischen Workshops in Oświęcim und Kraków. Zwischendurch wird es auch Raum geben, eure Fragen zu diskutieren und Themen nach eurem eigenen Interesse zu vertiefen.

    Zusätzlich organisieren wir als thematischen Einstieg, Vorbereitung und zum Kennenlernen ein Workshop-Wochenende in der Gedenkstätte Sachsenhausen, vermutlich im Februar 2024. Informationen folgen.

    Kosten für Unterbringung und Fahrt belaufen sich nach Selbsteinschätzung auf einen Eigenanteil von:

    • Unter 27: 80 – 150 Euro
    • Über 27: 120 – 170 Euro

    Verpflegung ist teilweise enthalten – an An- und Abreisetagen müssen wir uns selbst verpflegen.

    Ihr habt Interesse oder noch Fragen? Dann schreibt an:

    j.gerhardt@bdpmv.org

    Anmeldung bis zum 30. Januar 2024

    Die Gedenkstättenfahrt wird durch Mittel des KJPs