Der Herbst ist da und wir denken zurück an den schönen Sommer mit unserem AJUCA in Lärz

Auch in diesem Jahr haben wir wieder gemeinsam das Alternative Jugendcamp auf die Beine gestellt.

Vom 29.07.-02.08. hieß es also „politics, people, party“ und wenig Schlaf, sehr viele Menschen, noch mehr Ideen, Diskussionen bis spät in die Nacht, gemeinsam Gemüse schnippeln, Workshops besuchen (und selbst durchführen), tanzen und Verantwortung übernehmen.

Das AJUCA lebt davon, dass Menschen nicht einfach nur kommen und das Programm genießen, sondern selbst Teil davon werden. Ob Küche, Technik, Aufbau, Programm, Klos putzen, Awareness oder die vielen kleinen Dinge, an die vorher niemand gedacht hat – überall haben Menschen Aufgaben übernommen, sich ausprobiert und gemeinsam Lösungen gefunden. Das klappt natürlich nicht immer perfekt. Muss es aber auch gar nicht.

Zwischen Campalltag und Abendprogramm gab es wieder Raum für Workshops, Diskussionen und Austausch. Dabei ging es unter anderem um Feminismus, Klimagerechtigkeit, Demokratie, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit.

Aber auch in diesem Jahr konnten wir wieder feststellen, dass politische Bildung nicht nur in festen Workshop-Slots stattfindet, sondern genauso beim gemeinsamen Organisieren, beim Essen oder Abwasch.

Denn eine Woche gemeinsam einen Ort zu gestalten, wirft ziemlich viele Fragen auf. Wie wollen wir miteinander umgehen? Wer entscheidet eigentlich was? Wie verteilen wir Aufgaben fair? Und was brauchen unterschiedliche Menschen, um sich auf einem Camp wohlzufühlen und mitmachen zu können?

Auf vieles davon gibt es keine perfekte Antwort. Aber es gibt die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren.Uns war auch dieses Jahr wichtig, dass das Camp ein Ort ist, an dem sich möglichst viele Menschen sicher und willkommen fühlen können. Deshalb gab es Awareness-Strukturen und Möglichkeiten, sich zurückzuziehen oder Unterstützung zu bekommen.

Natürlich gab es auch Momente, in denen Dinge nicht funktioniert haben. Aber vielleicht gehört genau das dazu. Selbstorganisation bedeutet eben nicht, dass plötzlich alles unkompliziert funktioniert. Sie bedeutet auch, Konflikte auszuhalten, Entscheidungen nochmal zu überdenken, Fehler zu machen und daraus etwas fürs nächste Mal mitzunehmen.

Genau deshalb wollen wir solche Räume weiter möglich machen. Räume, in denen junge Menschen nicht nur gefragt werden, was sie wollen, sondern tatsächlich selbst entscheiden, ausprobieren und gestalten können.

Danke an alle, die gekocht, aufgebaut, diskutiert, Schichten übernommen, Workshops gegeben, Awareness gemacht, auf der Bühne performt, aufgeräumt, getanzt, zugehört und dieses Camp auf viele verschiedene Arten mitgetragen haben.

Und natürlich danke an alle, die das Camp finanziell und organisatorisch unterstützt haben.

Bis bald!

Eure AJUCA-Orga